Verein der Freunde der
Kartause Aggsbach

Das Geheimnis des Chartreuse-Likörs

Wahrscheinlich erfand ihn ein Alchimist aus dem 16. Jh. auf der Suche nach einem Elexir für ein langes Leben. Er kannte die Heilkräfte der Pflanzen gut und kombinierte 130 davon geschickt. Im Jahre 1605 jedenfalls schenkte der Marschall von Estrées, ein Waffenbruder des französischen Königs Heinrich IV., den Mönchen der Pariser Kartause Vauvert das Originalrezept. – Dieses gelangte schließlich in die Große Kartause.

Dort stellte Bruder Jérôme, ein geschickter Apotheker, das Elexir der Großen Kartause her, dessen Herstellungsverfahren er auf dem Sterbebett Bruder Antoine anvertraute.

Dieser verbesserte das Verfahren und verfasste schließlich um 1760 das endgültige (Geheim)Rezept zur Herstellung des 71%igen Lebenselexirs und (auf dessen Basis) die Rezeptur des 55%igen Grünen Chartreuse Likörs.

1838 wurde die mildere Gelbe Chartreuse kreiert (40%). Heute gibt es zusätzlich auch weniger starke Liköre wie Himbeer-, Brombeer-, Heidelbeer-, Ribisel- oder Nuss-Chartreuseliköre.

Auch heute noch kennen nur 3 Kartäuser-Brüder das Geheimverfahren, aus 130 Kräutern absolut naturreine Liköre herzustellen. Die Herstellung erfolgt in der Likörfabrik im ca. 25 km entfernten Städtchen VOIRON. Nach der sehr interessanten Führung (auch in deutscher Sprache!) wird im Chartreuse-Shop zur Verkostung und zum Verkauf geladen!


Große Kartause: Raum für die Mischung der 130 Kräuter

Likörfabrik in Voiron bei Grenoble (seit 1936)

Voiron: Brennerei. Links zwei Ansichten der Brennkessel in Voiron.


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